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Anna und Rudolf Wolf

Anna und Rudolf Wolf übernehmen gemeinsam das Hotel Post.

Franz Grissemann war mit seinen öffentlichen Ämtern mehr als beschäftigt und hatte für die täglichen…

 

Chronik

Ischgl, 1921-2009

… betrieblichen Angelegenheiten zunehmend weniger Zeit.

Seine Tochter Anna war gerade 16 Jahre alt und hatte die Handelsschule in Zams abgeschlossen, als ihr der Vater 1936 die Kassaschlüssel übergab und die Führung der Gastwirtschaft übertrug.

Von da an bis zur Hochzeit mit Rudolf Wolf am 17. Oktober 1950 führte sie den Betrieb allein. Und sie blieb bis zum Ende ihres Lebens das, was man die Seele des Hauses nennt.

Nach der Hochzeit mit Rudolf Wolf führten beide den Betrieb, den sie nach dem Tode Grissemanns im Jahre 1961 auch gemeinsam übernahmen, weiter. Während der Wintermonate – von Februar bis Mitte April – bewirtschaftete Rudolf die Idalpe und kam zumeist nur zweimal wöchentlich ins Dorf. Erst als er die Bequemlichkeit des Skijöring entdeckte und sich mit einem Pferd in einer halben Stunde auf die Id-Alpe ziehen ließ, war es ihm möglich, täglich ins Hotel zu kommen, wo er anschließend – oft bis in den frühen Morgen – in der Tanzbar den Schlussdienst übernahm. Und fehlte aus irgendwelchen Gründen der Stallbursche, übernahm Rudolf zusätzlich auch noch die Stallarbeit.

Dieses gewaltige Arbeitspensum wurde mit Inbetriebnahme der Silvrettabahn, dem damit verbundenen verstärkten Restaurationsbetrieb auf der Id-Alpe und dem zunehmenden Zustrom an Gästen noch erhöht.

 

Rudolf Wolf

Anna Wolf

Öffentliche Funktionen

Rudolf Wolf übernahm in der Gemeinde zahlreiche öffentliche Ämter und Aufgaben: Von Beginn an Mitinitiator der Silvretta-Seilbahn AG und maßgeblich bei der Projektierung und Finanzierungsplanung der Silvretta-Seilbahn AG beteiligt, war Rudolf von der Gründung 1959 bis November 1963 ehrenamtlicher Vorstand der SSAG. Da er jedoch einerseits mit der unkommerziellen Handlungsweise des zweiten Vorstandes nicht einverstanden war und zum anderen die Interessen der Grundbesitzer, deren Vertreter und Hauptanteileigner er war, nicht vertreten sah, kündigte Rudolf aus Interessenskonflikten sein Vorstandsmandat. Auf Grund des ihm zustehenden Entsendungsrechtes wechselte er anschließend in den Aufsichtsrat, in dem er bis 1984 verblieb.

Darüber hinaus war Rudolf Wolf: Gemeinderat von 1947 bis 1950 und von 1956 bis 1980 Vizebürgermeister von 1976 bis 1984 Obmann der Agrargemeinschaft Fimba von 1960 bis 1971 Obmann der Agrargemeinschaft Pardatsch-Idalpe von 1952 bis 1989 Feuerwehrkommandant von 1947 bis 1952 Bergrettungsobmann von 1947 bis 1961 Mitglied der Lawinenkommission seit 1969 Ausschussmitglied des Fremdenverkehrsverbandes (Tourismusverband) von 1949 bis 1989, Obmann- Stellvertreter von 1949 bis 1960. Obmann des Jagdausschusses 1952 bis 1979 (von 1952 bis 1970 Eigenjagd auf der Idalpe).

Ehrungen

Für seine Verdienste und Tätigkeiten wurde Rudolf Wolf mehrfach ausgezeichnet. So ist er Ehrenbürger der Gemeinde Ischgl, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Silvretta Seilbahn AG und Ehrenmitglied des Tourismusverbandes.

Auf der Id-Alpe

30 Jahre lang, von 1950 bis 1980, bewirtschaf- tete Rudolf Wolf die Id-Alpe, die er – gemeinsam mit seiner Frau Anna – ab 1955 von der Alpeninteressentschaft gepachtet hatte. 1965 baute die Agrargemeinschaft Pardatsch – Id-Alpe das von Grissemann errichtete Alpenhaus um. Der Speisesaal wurde erweitert, die Zimmer mit Zentralheizung und Fließwasser ausgestattet. Zusätzlich wurden Toiletten installiert. Bis 1977 war die Id-Alpe im Sommer und Winter bewirtschaftet, ab der Saison 1977 nur mehr im Winter. Seit 1980 ist das Alpenhaus an die Silvretta- Seilbahn AG verpachtet. Als staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer (seit 1947) führte Rudolf Wolf auf der Idalpe eine eigene Skischule mit drei Skilehrern.

Der Weg für die Pferdeschlitten, die Koffer, Ski und Verpflegung der Touristen auf die Id-Alpe brachten, musste mühsam freigeschaufelt werden. Die Gäste folgten zu Fuß. Schilehrer und geübte Tourengeher benötigten für die Strecke Ischgl – Id-Alpe 1 1/2 Stunden. Manche Touristen waren bis zu sechs Stunden unterwegs.

 

Rudolf Wolf

Rudolf Wolf

Id-Alpe

Id-Alpe

Id-Alpe

Um-, Zu- und Neubauten

Es waren vor allem drei große Bauvorhaben, mit denen Rudolf und Anna Wolf die Post prägten. Das war zum einen der Um- und Zubau des Hotel Post in den Jahren 1964 und 1980. 1964 wurde der östliche Hoteltrakt, dessen Grundsubstanz im Wesentlichen noch aus dem von Thomas Pfeifer im 17. Jahrhundert errichteten Haus stammte, abgerissen und neu aufgebaut. 1980 wurde das Hotel durch zwei Etagen erhöht. Das zweite große Bauvorhaben betraf Stall und Stadl, die sich an der Stelle des heutigen Hotel Christine befanden. Sie wurden 1969 abgetragen und weiter östlich neu errichtet. Schließlich wurde das alte Löbli abgebrochen und auf dem Platz des alten Stallgebäudes entstand im Jahre 1972 das Hotel Christine.

 

Familie Wolf

Hotel Post – Chronik

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